• Noah

    Weitsprung mit Freude

  • Tim

    Hochsprung in Perfektion

  • Priska

    Schleuderball bei schönstem Wetter

  • Jim

    Jung geblieben

  • Schaukelring

    Let's, gooo!

  • Gutzimanne

    Die besten Gutzimänner

  • Gruppenfoto
22Sep
22. 09 19:30 - 22:00
23Sep
23. 09 - 24. 09
26Sep
26. 09 19:30 - 22:00
29Sep
29. 09 19:30 - 22:00
3Okt
6Okt
06. 10 19:00 - 22:00
6Okt
06. 10 19:30 - 22:00
8Okt
08. 10 10:00 - 13:00
10Okt
10. 10 19:30 - 22:00
13Okt
13. 10 19:30 - 22:00

Ein Streifzug durch die ersten 100 Jahre

Dieser kurze Überblick fasst die ersten 100 Jahre des Bestehens zusammen. Um tiefer in die damalige Vereinsgeschichte einzutauchen, sei auf die Jubiläumsschrift "100 Jahre Turnverein Lachen" oder auf das Archiv der Aktivriege verwiesen.

Am 18. August 1876 wurde der Grundstein für eine Ära gelegt, die sich sehen lassen kann - der Turnverein Lachen wurde gegründet.

"Der Turnverein Lachen hat zum Zwecke, durch gemeinsame Turnübungen körperliche Kraft, Gewandtheit und Ausdauer auszubilden, den Sinn für das Schöne und Edle zu wecken und so dem Vaterland Männer heranzubilden, würdig dessen republikanischer Einrichtungen und tüchtig zu seinem bewaffneten Schutze in den Tagen der Not."

So lautete der Paragraph 1 der Statuten vom 1. Januar 1916, der wahrscheinlich schon in den Anfängen des Vereins ähnlich formuliert wurde.

Der erste Vorstand setzte sich aus dem Präsidenten und Oberturner Josef Blöchlinger, dem Aktuar Alois Knobel, dem Kassier Josef Schnellmann und Turnwart Albert Diethelm zusammen. Die ehemalige Zündholzfabrik von Gross und Kündig im Sagenriet diente als erstes Übungslokal. Im Jahr darauf wurde auf dem Schulhausareal bei der Pfarrkirche geübt, wo entsprechende Geräte im Freien zur Verfügung standen. Später musste lange Zeit der Schützenstand in der äusseren Haab (auch Turnschopf genannt) für Übungszwecke herhalten. Dieser wurde von vielen Dorfvereinen für ihre Proben und Aktivitäten genutzt. 1921 musste auf die heutige Gemeindekanzlei (damals Zeughaus "Sust") ausgewichen werden, da der Schützenstand wegen Fäulnis der Böden für das Turnen nicht mehr genügte. Die Turnhalle am See ("Alte Turnhalle") wurde 1929 fertig gestellt und bot den Turnern ein Übungslokal mit ausreichender Infrastruktur. In der Folge wurden nördlich des 1936er-Schulhauses Turnplätze zum Teil in Fronarbeit des Turnvereins erstellt.

Ein Jahr nach der Gründung nahm der Turnverein auch gleich am ersten Turnfest 1877 in Einsiedeln teil, und im Jahre 2 der Vereinsgeschichte organisierte er sein erstes Turnfest. Anlass dazu gab die Weihe der ersten Vereinsfahne. Zum 20-jährigen Bestehen wurde das zweite Vereinsbanner angeschafft.

Seit seiner Gründung war der Turnverein stets bestrebt, das gesellschaftliche Leben der Gemeinde Lachen aktiv mitzugestalten. Mit Kränzli und öffentlichen Darbietungen machten die Turner neben den Wettkämpfen auf sich aufmerksam. Vielfach wurden gemeinsame Aufführungen mit der Harmoniemusik im Bärensaal durchgeführt.

Doch der Turnsport war und blieb der Hauptzweck des Vereins. Die erste Teilnahme an einem Eidgenössischen Turnfest - 1906 in Bern - war der erste Schritt zum Beitritt 1911 in den Eidgenössischen Turnverein (ETV).

Für das Feiern und Organisieren von Wettkämpfen und Turnfesten waren die Lachner Turner seit jeher bekannt. Immer wieder gelang es ihnen, ein Jubiläum oder Fest im würdigen Rahmen zu gestalten. Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums führten sie 1926 das 16. Zentralschweizerische Turnfest mit der Weihe der dritten Vereinsfahne durch. Nur gerade drei Jahre später wurde ihnen die Ehre zuteil, das Jubiläumsturnfest des Linthverbandes (30 Jahre) zu organisieren.

Der nächste turnerische Höhepunkt in Lachen fand 1939 mit dem 4. Schwyzer Kantonalturnfest statt. Das 75-Jahr-Jubiläum 1951 wurde in edler und bescheidener Form im Bärensaal mit Familie, Freunden und Gönnern, Gemeinderat, Ortsvereinen und den Göttikindern vom Turnverein Siebnen gefeiert.

Der Turnverein Lachen bestritt manches Turnfest in der ersten Stärkeklasse mit 32 und mehr Turnern und war gefürchteter Konkurrent und Massstab. Ungeachtet des Erfolgs an den Festen verhielten sich die Turner getreu dem Motto: "Wer ausharrt, wird gekrönt!"

Erst um das 75-Jahr-Jubiläum fand eine Verschiebung weg vom reinen Geräteturnen hin zu einer guten Mischung aus Leichtathletik und Kunstturnen statt. Folgendes Beispiel belegt den Ehrgeiz der Lachner Turner in jener Zeit: Am Sonntag, 18. Juli 1954, trat der Turnverein Lachen am Morgen in Rüti am Zürichsee/Oberland Turnfest an (eher glücklos und unter schlechten Wetterbedingungen), am Nachmittag siegten sie in Einsiedeln am Zentralschweizerischen Turnfest bei schönstem Wetter.

Als erste Sektion im Kanton Schwyz turnte der Turnverein Lachen ab 1957 an den Schaukelringen. Aus den Marsch- und Freiübungen entwickelte sich ab 1968 - aufgrund von Änderungen in den Wettkampfbestimmungen des ETV - die Körperschule mit Musikbegleitung.

1961 wurde anlässlich der Eröffnung der neuen Turnanlagen nördlich des Sekundarschulhauses (ehemals "roter Platz") das 9. Schwyzer Kantonalturnfest durchgeführt. Diese neue Infrastruktur bot insbesondere auch wegen der erstmals zur Verfügung stehenden 130 m langen Aschenbahn optimale Wettkampfbedingungen für die teilnehmenden 37 Sektionen und 303 Einzelturner.

Kurz darauf - 1970 - konnten die neuen Sportanlagen mit der ersten 400-m-Rundbahn im Kanton eröffnet werden. Die beiden Turnhallen und das Lehrschwimmbecken im Seefeld komplettierten 1972 die sportliche Infrastruktur der Gemeinde.

Im Jubiläumsjahr 1976 fand die Austragung des 27. Zentralschweizerischen Turnfests in Lachen statt. 75 Sektionen mit 1200 Turnern, 40 Sektionen im Wettkampf der Turnerinnen, 300 Leichtathleten, 150 Kunstturner, 120 Nationalturner, 230 Leichtathletinnen und 80 Kunstturnerinnen erwiesen dem jubilierenden Verein die Referenz.

Am 13. November 1976 wurde mit der Fahnenweihe und dem Festakt das 100-jährige Bestehen in würdigem Rahmen gefeiert.